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Hund aus dem Tierschutz: Worauf kommt es an?

Zuletzt aktualisiert: 07.08.2026

Du möchtest einem armen Hund aus dem Tierschutz retten und ihm ein neues schönes Zuhause. Damit gewinnst du in vielen Fällen einen Freund fürs Leben, solltest aber in Betracht ziehen, dass Tierschutzhunde eine Vorgeschichte haben.

Hund aus dem Tierschutz: Worauf kommt es an?
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Du möchtest einem armen Hund aus dem Tierschutz retten und ihm ein neues schönes Zuhause. Damit gewinnst du in vielen Fällen einen Freund fürs Leben, solltest aber in Betracht ziehen, dass Tierschutzhunde eine Vorgeschichte haben.

Inhaltsverzeichnis:

1. Wie komme ich an einen Hund aus dem Tierschutz?

2. Was gilt es bei Hunden aus dem Tierschutz zu beachten?

3. Eingewöhnung, Training & Futter

 

Du möchtest einem Vierbeiner aus dem Tierschutz ein neues Zuhause schenken? Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten: Du kannst Tiere aus dem Tierheim adoptieren oder über Tierschutzorganisationen Tiere aus dem Ausland retten. In diesem Artikel erfährst du viel über die Adoption eines Hundes aus dem Auslands-Tierschutz.

1. Wie komme ich an einen Hund aus dem Tierschutz?


Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einem Hund aus dem Ausland einen Neustart in ein erfülltes und zufriedenes Hundeleben zu ermöglichen. Du kannst dich an Tierschutzvereine oder an dein örtliches Tierheim wenden, welche in der Regel mit Tierschutzorganisationen zusammenarbeiten. Oft werden Hunde aus folgenden Hunden vermittelt:

Rumänien

- Ungarn

Griechenland

- Portugal

- Spanien

- Italien

Hast du eine passende Tierschutzorganisation gefunden, dann wirst du zunächst eine Selbstauskunft abgeben müssen. Anschließend werden die Experten der Organisation Kontakt zu dir aufnehmen und dich eventuell sogar zuhause besuchen, um zu sehen, dass es der Hund gut bei dir haben wird. Auf Basis von Fotos und Steckbriefen hast du dann die Möglichkeit dir einen Hund auszusuchen. Meist ist es nicht möglich, die Hunde vor einer Adoption kennenzulernen. Hast du dein Herz an ein Tier verloren, wird im nächsten Schritt ein Schutzvertrag über die wesentlichen Details der Adoption geschlossen. Darin ist oftmals auch eine Schutzgebühr enthalten, die du entrichten musst. Diese beläuft sich häufig auf 200 - 500 € und soll einerseits sicherstellen, dass du es mit der Kosten für die medizinische Versorgung und den Transport nach Deutschland decken. Nach Erledigung des Papierkrams und der Bezahlung der Schutzgebühr wird der Hund direkt aus dem Ausland zu einem vereinbarten Treffpunkt gebracht und an dich übergeben. Und dann kann es schon losgehen mit der "wilden" Kennenlernzeit.

2. Was gilt es bei Hunden aus dem Tierschutz zu beachten?


Aber Achtung: Bei Tierschutz-Hunden gibt es einiges zu beachten: Oft handelt es sich bei den vermittelten Tieren um Straßenhunde, Hunde aus dem illegalen Welpenhandel oder der Zwingerhaltung. Dementsprechend haben diese Tiere des Öfteren bereits schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, wurden angekettet und sind daher besonders ängstlich. Sie brauchen viel Liebe, Zuwendung und Fingerspitzengefühl. Oftmals kann es mehrere Monate dauern, bis der Hund seinen wahren Charakter offenbart, wenn er sich wirklich sicher und angekommen fühlt.

Häufig sind Hunde aus dem Tierschutz noch nicht stubenrein, geschweige denn erzogen. Somit solltest du nicht nur viele Stunden für den Bindungsaufbau investieren, sondern auch viel Zeit für die Erziehung deines neuen Familienmitglieds einplanen.

Des Weiteren kommen Tierschutzhunde häufig in einem schlechten Gesundheitszustand nach Deutschland. Nicht selten leiden Sie unter Parasiten-, Würmerbefall oder den sogenannten Mittelmeerkrankheiten wie beispielsweise Giardien. Solltest du Anzeichen dafür erkennen, geh bitte sofort zum Tierarzt.

Aus diesen Gründen sollte eine Entscheidung für einen Tierschutzhund wohlüberlegt sein und nicht spontan getroffen werden. Bitte stelle sicher, dass der Hund zu dir, deiner Familie und deinen Lebensumständen passt und du der Verantwortung gerecht werden kannst.

3. Eingewöhnung, Training & Futter


Die Eingewöhnung eines Tierschutzhundes ist sehr wichtig für den Beziehungsaufbau: Der Hund beschnuppert euch und sein neues Zuhause. Bedenke, dass Hunde aus dem Tierschutz oftmals noch nicht stubenrein sind oder aufgrund ihrer Erfahrungen im Ausland noch sehr ängstlich sind. Geh auch davon aus, dass der Hund noch nie in einem Haus oder einer Wohnung gelebt hat und in der neuen Umgebung für ihn vieles „ein erstes Mal“ (z.B. Schnee) darstellt.

In jedem Fall solltest du dir in den ersten Tagen viel Zeit und im besten Fall sogar Urlaub für die Eingewöhnung nehmen. Lass es ruhig und entspannt angehen und lass deine Fellnase nicht alleine.

Verzichtet in der Anfangszeit auf zu viele Reize und vermeidet Treffen mit anderen Menschen und Hunden außerhalb der Familie in den ersten Tagen, da es Tiere aus dem Tierschutz schnell überfordern kann.

Mit dem Training solltest du es in der Anfangszeit nicht übertreiben und den Hund nicht überfordern. Nichtsdestotrotz macht es Sinn, erste einfache Kommandos und leichte Trainingseinheiten zum Bindungsaufbau einzustreuen, sofern der Hund dafür schon bereit ist. Achte hierbei auf dein neues Familienmitglied, lies seine Körpersprache und richte Art und Umfang des Trainings an seinen Bedürfnissen aus.

Da der Umzug für deinen Hund eine große Veränderung darstellt, versuche sofern nicht notwendig das Futter in der Anfangszeit zunächst beizubehalten. Sollte dein Hund an den Mittelmeerkrankheiten leiden, bau anschließend die Darmflora wieder auf und unterstütze das Immunsystem. Hierbei kann es hilfreich sein, dass Futter auf die individuellen Bedürfnisse und die situativen Anforderungen anzupassen.

5 Tipps für die Ankunft deines Tierschutz-Hundes:

Besorge rechtzeitig die relevante Hundeausstattung wie Körbchen, Näpfe, Geschirr, Leine und Futter, sodass du alles im Haus hast.

Bau deinem Hund einen sicheren Rückzugsort auf, an dem er ausreichend Ruhe finden kann.

Sichere deinen Hund am Anfang doppelt mit einer normalen und einer Sicherheitsleine am Geschirr und am Halsband.

Achte auf die Körpersprache und das Verhalten deines Hundes und richte die Eingewöhnung an sein Tempo an.

Bleib ruhig und entspannt, dabei aber auch immer konsequent und gib deinem Hund somit Orientierung.